Heidelberg: Prozess um falschen Polizisten – Gericht spricht 30-Jährigen frei

Das Landgericht Heidelberg hat einen 30-Jährigen freigesprochen, der sich als Polizist ausgegeben und so
wertvolle Kunstgegenstände erbeutet haben soll. Gegen den Angeklagten habe es keine objektiven Beweise gegeben, so der Richter. Zudem sei es bei der Aussage des Opfers zu Widersprüchen gekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, mit zwei bislang unbekannten Komplizen meist ältere Menschen angerufen und betrogen zu
haben. Die Anrufer hätten sich als Polizisten und Staatsanwälte ausgeben. Der 30-Jährige sei ein sogenannter Abholer gewesen. Die Bande habe ihren Opfern vorgespielt, dass nur sie das Geld und die Wertgegenstände vor Einbrechern schützen könne. Vor dem Landgericht wurde der Fall einer 71 Jahre alten Frau aus Heidelberg verhandelt. Sie soll dem Angeklagten mehrere Ikonen aus Russland, Plastiken sowie Zeichnungen aus Indien übergeben haben. In der Verhandlung gab die Kunsthistorikerin den Wert der Gegenstände mit etwa 500 000 Euro an. dpa/feh