Heidelberg: Rücktrittsforderung nach Bluttest-Affäre an Uni-Klinikum

Nach der umstrittenen PR-Kampagne zu einem möglichen Bluttest auf Brustkrebs sollen drei Vorstände des Uni-Klinikums Heidelberg zurücktreten. Das fordert ein Ärztlicher Direktor des Krankenhauses in einer e-mail, die er an rund 100 Empfänger verschickte. Er wirft dem Trio vor, die Kampagne mitgetragen zu haben. Der umstrittene Bluttest wurde Ende Februar vorgestellt. Es war von einem Meilenstein der Brustkrebs-Diagnostik die Rede. An dem Vorgehen gab es deutliche Kritik, inzwischen ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft. In Klinikum-Kreisen wurde die Rücktritts-Forderung des Ärztlichen Direktors als Intrige bewertet. Zahlreiche der von ihm angeschriebenen Wissenschaftler hätten sich gegen einen Rückzug des rios ausgesprochen. (mho/dpa)