Heidelberg: Stress unter Familien

Am Samstagnachmittag Uhr gerieten zwei Familien bei einer Feier in der Heidelberger Emmerstgrundpassage  in massiven Streit. Beide Gruppen bewaffneten sich mit Schlagwerkzeugen,
wobei auch Messer mitgeführt worden sein sollen, so die Polizei.  Bei den Auseinandersetzungen wurde eine 19-Jährige vermutlich durch einen Ast am Kopf verletzt und musste zur weiteren Behandlung in eine Klinik eingeliefert werden. An den Auseinandersetzungen waren etwa 30 Personen beteiligt, weitere 70 Schaulustige scharten sich um das Geschehen. Eine zunächst gemeldete Schusswaffenabgabe sowie eine
Stichverletzung mit einem Messer konnten nach Abklärung durch starke Kräfte der Polizei ausgeschlossen werden. Bis zum Eintreffen eines Rettungswagens kümmerte sich ein Polizeibeamter um die Verletzte.

Um die Lage unter Kontrolle zu halten, wurde der Tatort abgesperrt und den Umstehenden Platzverweise ausgesprochen. Während der Maßnahmen vor Ort flammten immer wieder kleinere körperliche
Auseinandersetzungen zwischen den Angehörigen der Familien auf, die sofort unterbunden werden konnten. Als zwei Beteiligte, die Polizeiabsperrung durchbrechen wollten um zu der Verletzten zu gelangen, wurden sie von den Einsatzkräften daran gehindert. Ein 21-jähriger setzte sich zur Wehr und verletzte dabei eine eingesetzte Polizeibeamtin leicht. Beide Personen wurden zu Boden gebracht und mit Handschließen geschlossen. Gegen den 21-Jährigen wird ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Am Abend meldete sich noch ein weitere Beteiligter, der bei der Auseinandersetzung einen Bruch des Handgelenkes erlitten hat.  In der Anfangsphase des Einsatzes waren insgesamt 54 Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz. Nachdem sich die Situation vor Ort entspannt
hatte, konnten die Kräfte deutlich reduziert werden. Die weiteren Ermittlungen führt das Polizeirevier Heidelberg-Süd. (wg)