Heidelberg/Stuttgart: Ergebnisse der Covid-19-Kinderstudie liegen vor – Kinder keine Treiber der Infektion

Kinder sind weniger häufig mit dem Coronavirus infiziert als ihre Eltern. Das ist ein zentrales Ergebnis der sogenannten Covid-19-Kinderstudie der baden-württembergischen Uni-Kliniken Heidelberg, Ulm, Tübingen und Freiburg. Die Landesregierung gab die Studie in Auftrag und finanzierte sie mit 1,2 Millionen Euro. Für die Untersuchung wurden vom 22. April bis 15. Mai insgesamt 5000 Menschen ohne Symptome auf das Virus und auf Antikörper getestet – und zwar 2500 Kinder unter zehn Jahren und je ein Elternteil. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass sich Kinder seltener angesteckt hätten als ihre Eltern. Sie seien nicht als Treiber der Infektion anzusehen. Die Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Virus spielt eine entscheidende Rolle bei der Diskussion um die Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen. (mho/dpa)