Heidelberg/Stuttgart: Theresia Bauer sieht geplanten Bildungsrat kritisch

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer aus Heidelberg steht Plänen auf Bundesebene zur Einrichtung eines nationalen Bildungsrates skeptisch gegenüber. „Bildung ist Ländersache. Aber es gibt Bundestagsabgeordnete aller Lager, die so tun, als wären die Landespolitiker und Bildungsminister einfach zu blöd für vernünftige Schulpolitik“, sagte sie der „Südwest Presse“. Bauer befürchtet nach eigenen Worten, dass mit einem Bildungsrat Hand angelegt werde ans föderale System der Bundesrepublik. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD im Bund heißt es, man wolle nach dem Vorbild des Wissenschaftsrates einen nationalen Bildungsrat einrichten. Er soll für mehr Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit im Bildungswesen vorlegen. Bauer sagte, der Wissenschaftsrat sei erfolgreich, weil unabhängig Wissenschaftler und Personen des öffentlichen Lebens mit Politikern aus Bund und Ländern berieten und sich die Politik eine gewisse Zurückhaltung auferlege. (lsw/mj)