Heidelberg: Vater gewaltsam zu Überfällen gezwungen: Achteinhalb Jahre Haft

Mit Gewalt hat ein 30-Jähriger seinen Vater gezwungen, mehrere Raubüberfälle zu verüben. Das Heidelberger Landgericht verurteilte den Mann dafür heute zu achteinhalb Jahren Haft. Der mitangeklagte Vater erhielt fünfeinhalb Jahre Gefängnis. Der 58-jährige habe sich vor seinem Sohn gefürchtet, so der Vorsitzende Richter. Der 30-jährige Tennistrainer sei spielsüchtig und habe „über seine Verhältnisse gelebt“. Als der Vater ihm kein Geld mehr geben wollte, habe der Sohn ihn unter anderem mit einem Messer attackiert. Im Januar raubte er auf Geheiß seines Sohnes ein Wettbüro in Speyer aus und erbeutete rund 14.000 Euro. Mindestens zwei weitere Überfälle mit einer Beute von insgesamt 17.000 Euro folgten, ein dritter in Brühl ging schief. (Willenberg/mj)