Heidelberg: Versuchter Mord mit Schaber – Ehefrau streitet Beteiligung ab

Im Prozess um einen vorgetäuschten Suizid hat die angeklagte Ehefrau des Opfers die Beteiligung an der Tat abgestritten. Sie habe mit dem Tötungsversuch an ihrem Mann nichts zu tun, teilte sie vor dem Landgericht Heidelberg mit. Ihr Anwalt verlas ihre Erklärung. Vielmehr gehe sie davon aus, dass die Mitangeklagte Schlafmittel in das Essen für den getrennt von ihr lebenden Ehemann gemischt habe, um ihn ausrauben zu können. Sie selbst habe kein Motiv gehabt, da sie nach seinem Tod weniger Geld erhalten hätte. Die ebenfalls des versuchten Mordes angeklagte ehemalige Angestellte der Frau hatte angegeben, sie habe sich von der 36-Jährigen zur Attacke gegen deren Ehemann mit einem Kochschaber überreden lassen. Der Mann wachte davon auf, die Angreiferin entkam unerkannt. Laut Anklage haben die beiden geplant, dem schlafenden Mann die Pulsadern aufzuschneiden, um an sein Erbe zu gelangen. Zuvor habe ihm die Ehefrau mit Schlaftabletten versetzten Likör und ein Kartoffelgratin vorbeigebracht, um ihn zu betäuben. (lsw/mj)