Heidelberg/Wiesloch: Prozess um totgeschütteltes Baby – Vater gesteht

Mit einem Geständnis startete heute der Prozess gegen einen 40-jährigen Mann aus Wiesloch, der im Mai diesen Jahres sein eigenens Kind getötet haben soll. Wie es heißt, lies der Mann sein Geständnis von seinem Anwalt verlesen. Darin beschreibt er, wie er in der Nacht nach dem Vatertag im Mai unter Drogeneinfluss seinen acht Monaten alten Sohn so heftig geschüttelt und geschlagen haben soll, dass dieser eine schwere Hirnschwellung erlitt und verstarb. Als Grund nannte der Angeklagte einen heftigen Streit mit der getrennt lebenden Mutter des Kindes am Telefon. Da das Kind nicht aufhöhren wollte zu weinen und nicht einschlief, entschied sich der Mann zu dieser folgenschweren Tat. „Ich würde mein Leben geben, um die Tat rückgänig zu machen“, so der Angeklagte vor Gericht. Der 40-Jährige hatte damals selbst die Polizei gerufen. Die Beamten fanden den Jungen leblos in der Wieslocher Wohnung. Die Familie war dem Jugendamt bekannt. Seit der Geburt des Babys hatte laut Staatsanwaltschaft das Amt die Familie begleitet. Es gebe aber bislang keine Hinweise darauf, dass der Mann den Jungen vor dem Vorfall misshandelt hat, so das Gericht. Bisher sind vier weitere Prozesstermine angesetzt, ein Urteil könnte noch im Dezember fallen. Der Vater sitzt seit Mai in Untersuchungshaft. (swr/cj)