Heidelberger Druckmaschinen: Maßnahmenpaket zur Profitabilitätssteigerung beschlossen – Stellenabbau bis zu 2000 Stellen weltweit

Der Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, um kurzfristig die Profitabilität des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Wie es heißt wolle man sich auf das profitable Kerngeschäft konzentrieren. So soll eine Verbesserung beim Ergebnis vor Zinsen Steuern und Abschreibungen ohne Restrukturierungsergebnis von 100 Millionen Euro realisiert werden. Die Produktion von einzelnen verlustbringenden Produkten beziehungsweise Produktbereichen wie Primefire 106 im Bereich des Digitaldrucks und dem Produktbereich Großformat im Bereich des Bogenoffsets soll bis „spätestens“ Ende des laufenden Jahres eingestellt werden. Ferner sei eine nachhaltige Anpassung von Produktions- und Strukturkosten geplant, die einen Stellenabbau von insgesamt bis zu 2.000 Stellen weltweit beinhalte und auch zu Betriebsschließungen führen könne, so das Unternehmen.

Heidelberg schätzt, dass sich die für die Umsetzung des Maßnahmenpaketes notwendigen Einmalaufwendungen in Abhängigkeit vom Ergebnis der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern und bilanziellen Belastungen im Geschäftsjahr 2019/2020 in Summe auf rund 300 Millionen Euro belaufen werden. Diese Aufwendungen sowie die Auswirkungen des sich aufgrund der Corona-Pandemie weltweit zunehmend verschlechternden wirtschaftlichen Umfeldes werden Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr stärker belasten als bislang erwartet, so das Unternehmen.

Heidelberg plant den Großteil der Maßnahmen im Geschäftsjahr 2020/2021 einzuleiten, sodass sich in diesem Jahr – abhängig von den Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern und den weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung nochmals ein negatives Nachsteuerergebnis einstellen könne.