Heppenheim: Bergstäßer Winzer starten verspätet in die Weinlese

Bei strahlendem Sonnenschein haben die Winzer an der hessischen Bergstraße am Freitag offiziell mit der Weinlese begonnen. Geerntet wurde die Rebsorte Müller-Thurgau. Die Hauptsorte Riesling sei frühestens nächste Woche dran, sagte der Geschäftsführer der Winzergenossenschaft, Otto Guthier. Es dürfte insgesamt ein „guter bis sehr guter Jahrgang“ werden. Nur die Menge sei etwas weniger als der Durchschnitt. Die Winzer hoffen in den nächsten Wochen auf kühle Nächte, nicht zu warme Temperaturen tagsüber und möglichst kein Regen. Die hessische Bergstraße ist mit knapp 441 Hektar Rebfläche das kleinste Weinbaugebiet in Deutschland. Der Rheingau, das zweite hessische Anbaugebiet, ist mit rund 3100 Hektar deutlich größer. Hier hat die Weinlese bereits vereinzelt begonnen. Die Hauptlese für den in dieser Region überwiegend angebauten Riesling wird für Anfang Oktober erwartet. Auch hier wird davon ausgegangen, dass die Menge leicht unter dem Durchschnitt liegt, die Qualität aber gut ist. (dpa/lhe)