Heppenheim: Ermittler gehen von vorsätzlicher Brandlegung in Asylbewerberunterkunft aus

Nach dem Feuer in einer Heppenheimer Asylbewerberunterkunft in der Nacht zum 4. September 2015 gehen die Ermittler von einer vorsätzlich begangenen Brandlegung aus. Die umfangreichen Ermittlungen lassen keinen anderen Schluss zu. Der Einsatz von Brandmitteln konnte durch die
Untersuchungen des Hessischen Landeskriminalamts ausgeschlossen werden. Nach wie vor gibt es auch keinerlei Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund.

Das Feuer war im  Eingangsbereich des Hauses entstanden. Dabei wurden mehrere Personen durch Rauchgase verletzt, das Haus wurde schwer beschädigt. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat für Hinweise, die zur Ermittlung und zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt. Diese Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Bedienstete bestimmt,
zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, und  wird unter Ausschluss des Rechtsweges vergeben.

Personen, die zum Tatgeschehen oder zu möglichen Hintergründen der Tat Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Heppenheim in Verbindung zu setzen. Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, nehmen die Ermittler der Sonderkommission Brief unter der Rufnummer 06252/706 272 entgegen. (pol/cag)