Heppenheim: Odenwaldschule will enger mit Aufsichtsbehörden arbeiten

Nach dem überraschenden Aus für ihre Leitung will die wegen eines Missbrauchsskandals umstrittene Odenwaldschule in Heppenheim das Gespräch mit den Aufsichtsbehörden suchen. Erst danach stünden die nächsten Schritte fest. „Alles andere würde hier vorgreifen.“ An einem Treffen in der nächsten Woche unter anderem mit Vertretern aus zwei Ministerien und dem Landkreis Bergstraße werde festgehalten. Wegen eines Streits über das neue Konzept hatte die Odenwaldschule zuletzt den Schulleiter, die Internatsleiterin und den Geschäftsführer überraschend vor die Tür gesetzt. Das neue Konzept sieht vor, dass Lehrer in den als „Familien“ bezeichneten Internatsgruppen nicht zusätzlich die Rolle als Betreuer übernehmen. Für diese Aufgabe sollen Sozialpädagogen eingestellt werden. Damit würden Schule und Internat strikt getrennt. An der Odenwaldschule waren 2010 lange vertuschte sexuelle Übergriffe auf Schüler hochgekocht. Offiziell wurde die Zahl von 132 Fällen bekannt.