Heppenheim: Verfechter der Odenwaldschule lassen Klage prüfen

Die Verfechter einer Neuauflage der insolventen Odenwaldschule in Heppenheim lassen prüfen, ob sie sich vor Gericht
gegen das „Nein“ der Aufsichtsbehörden wehren. Voraussichtlich diese Woche könnte ein Ergebnis vorliegen, sagte Gaby Magsam. Sie ist die Sprecherin einer Gruppe von Eltern und Sponsoren, die die Schule in abgespeckter Form unter dem Namen „Schuldorf Lindenstein“ fortsetzen will. Ein Anwalt kläre unter anderem, ob ein Gang vor Gericht Erfolg haben könnte.
Die Aufsichtsbehörden hatten Ende des vergangenen Jahres ihre im September bekanntgegebene Absage an einen Weiterbetrieb bekräftigt. Nach wie vor sei nicht klar belegt, dass ein zuverlässiger wirtschaftlicher Betrieb der Privatschule gewährleistet sei.  An der Odenwaldschule wird nicht mehr unterrichtet. Die Odenwaldschule ist von einem Missbrauchsskandal erschüttert worden. 2010 waren kurz vor der Feier zum 100-jährigen Bestehen lange zurückliegende sexuelle Übergriffe von Lehrern auf Schüler bekanntgeworden. Das Vertrauen in die Einrichtung litt, die Zahl der für das Internat zahlenden Schüler ging zurück. Schließlich kam die Insolvenz. Offiziell wird von 132 Missbrauchsopfern ausgegangen, Schätzungen sprechen auch von bis zu 500. dpa/feh