Herxheim am Berg: Herxheims neuer Rathauschef will „Hitler-Glocke“ hängen lassen

Der neue Bürgermeister von Herxheim am Berg will die umstrittene „Hitler-Glocke“ im Turm der evangelischen Jakobskirche hängen lassen. Er gehe davon aus, dass die Mehrheit in der Gemeinde eine ähnliche Haltung habe, sagte Georg Welker (parteilos) am Dienstag. Seiner Meinung nach ist die Glocke dazu geeignet an die Menschen zu erinnern, die während der NS-Zeit unter dem Hitler-Regime gelitten haben. Zuvor hatten andere Medien darüber berichtet. Über den Umgang mit der Glocke wird seit Monaten heftig diskutiert. Der 1934 gegossene Klangkörper trägt ein Hakenkreuz und die Aufschrift „Alles fuer’s Vaterland Adolf Hitler“. Der 71 Jahre alte Welker – er ist evangelischer Pfarrer im Ruhestand – wurde bei einer Stichwahl am Sonntag mit 54,6 Prozent der Stimmen gewählt. „Wenn ich das Läuten der Glocke höre, dann höre ich auch die Menschen, die während dieser Zeit gelitten haben“, sagte der Pfarrer. Gleichwohl könne man dies nicht bei Jedem voraussetzen. Daher müsse künftig eine Informationstafel in der Kirche auf den historischen Zusammenhang und die Folgen des Nationalsozialismus hinweisen. (lrs/mj)