Herxheim: Glocken-Gutachten erst Thema im Januar

Mit Spannung wird das Gutachten einer Sachverständigen zum Umgang mit der „Hitler-Glocke“ von Herxheim am Berg erwartet. Es soll noch im Dezember kommen, aber wohl erst im Januar Thema im Gemeinderat sein. Zuvor ist die Wahl eines neuen Bürgermeisters angesagt. Von der Stellungnahme, in der alle gesetzlichen und denkmalschützerischen Aspekte berücksichtigt werden sollen, will der Gemeinderat abhängig machen, wie mit der Glocke zu verfahren ist. Der
mit einem Hakenkreuz versehene Klangkörper, der auch die Aufschrift „Alles fuer’s Vaterland Adolf Hitler“ trägt, hängt seit 1934 im Turm der protestantischen Kirche, gehört aber der politischen Gemeinde. Unterdessen steht im Ort knapp drei Monate nach dem Rücktritt von Bürgermeister Ronald Becker (Freie Wähler) wegen Äußerungen über die NS-Zeit und die „Hitler-Glocke“ die Neuwahl des Rathauschefs an. Nach Kühners Angaben kandidieren am kommenden Sonntag  vier
Männer: Thorsten-Rainer Hauchwitz (FDP), Markus Krauß (SPD), Christian Mareth und Georg Welker (beide parteilos). Von den mehr als 800 Einwohnern sind knapp 600 zur Wahl aufgerufen. dpa/feh