Heßheim: Arbeiter auf Deponie starb durch inneres Ersticken infolge Vergiftung

Der beim Gefahrstoffunfall auf einer Mülldeponie in Heßheim im Rhein-Pfalz-Kreis ums Leben gekommene Arbeiter ist an
Vergiftung gestorben. Eine Obduktion der Leiche habe als Todesursache inneres Ersticken ergeben, teilte die Polizei mit. „Die Ursache der Vergiftung wird derzeit ermittelt“, sagte ein Sprecher. Ein Schnelltest hatte ergeben, dass der Unfall
wohl von Blausäure und Schwefelwasserstoff verursacht worden war. Bei einer Vergiftung wird innerhalb von Sekunden das Atemzentrum gelähmt. Der Unfall hatte sich am vergangenen Dienstag ereignet. Dabei war auch ein 30-jähriger Mann verletzt worden. Sollte er im Krankenhaus ansprechbar sein, erhoffen sich die Ermittler mehr Details über den
Hergang. Die Männer waren bewusstlos zusammengebrochen, der Ältere starb später. Auf dem Gelände war ein zunächst unbekannter Stoff ausgetreten, die Flüssigkeit wurde in einem Auffangbecken gesichert. Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) hatte von „vielen offenen Fragen“ gesprochen. „Sobald die Unfallstelle freigegeben ist, werden
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd den Arbeitsschutz auf dem Gelände des Unternehmens sowie die Dokumentation überprüfen.“ dpa/feh