Hockenheim: Der erste Spargel vom beheizten Feld ist da

Dank Bodenheizung ist der erste Spargel in Baden-Württemberg da. Steffen Großhans aus Hockenheim beheizt sein Spargelfeld mit überschüssiger Abwärme einer Biogasanlage. Dabei wird der Boden so erwärmt, dass die Spargelpflanzen früher wachsen können als auf Feldern, die nur mit Folien abgedeckt sind oder wo der Spargel unter Tunneln wächst. Spargel-Liebhaber müssen sich aber noch gedulden: Erst gegen Ende des Monats – «zu Ostern aber garantiert» – sind die bleichen Stängel auf den Märkten oder in Hofläden in größerer Menge zu kaufen, schätzt der Vorstandssprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE/Bruchsal), Simon Schumacher. Ab Mai dürfte es dann auch Spargel-Schnäppchen in Supermärkten geben.

Schumacher geht von einer ordentlichen Qualität aus: «Der Spargel ist gut in den Winter gekommen.» Auch die Kälte im Februar habe ihm gut getan. Sie begünstige den Austrieb.

Die Spargelbauern hoffen, dass es mit den Erntehelfern trotz Corona-Krise alles klappt. Im Südwesten ernteten sie dem Statistischen Landesamt zufolge im vergangenen Jahr ein Viertel weniger Spargel als im Vorjahr. Den meisten Spargel- und auch Erdbeerbetrieben fehlten wegen der Corona-Beschränkungen die Erntehelfer.

Spargel gedeiht besonders gut in sandigen, leichten Böden und braucht sonnige Standorte. In Baden-Württemberg wird Spargel hauptsächlich in der südlichen Rheinebene rund um Freiburg und in Nordbaden zwischen Baden-Baden und Mannheim auf einer Fläche von rund 2200 Hektar angebaut. (dpa/lsw/asc)