Hockenheimring: Genervt von Ecclestone?

Der Geschäftsführer der Hockenheimring GmbH, Georg Seiler, will zu den jüngsten Aussagen von Bernie Ecclestone über ein mögliches Aus für das deutsche Formel-1-Rennen in diesem Jahr keine Stellungnahme abgeben. Das ließ er der Deutschen Presse-Agentur über sein Büro schriftlich ausrichten. Der Kurs in Baden gilt als Alternative für den
Nürburgring, auf dem eigentlich am 19. Juli der Große Preis von Deutschland stattfinden soll. Formel-1-Geschäftsführer Ecclestone sorgte aber für Wirbel, nachdem er zunächst in einem Fax an die „Rhein-Zeitung“ das Aus für das Deutschland-Rennen bedauerte, kurz danach aber zumindest verkündete, es retten zu wollen.

In der „Bild“-Zeitung wird Ecclestone mit folgenden Worten zitiert: „Wir versuchen noch etwas hinzukriegen, wir versuchen ihnen zu helfen. Am Ende ist es aber so, und nur Gott weiß warum, dass das Publikum in Deutschland lausig ist! Ich hab keine Ahnung warum das so ist. Sie haben mit Mercedes einen deutschen Hersteller, der Konstrukteurs-Weltmeister ist. Sie hatten mit Sebastian einen Fahrer, der viermal Weltmeister geworden ist.“

Trotzdem war der Zuspruch der Formel1-Fans im vergangenen Jahr nicht wie erhofft in Hockenheim: Mit 52 000 Tickets blieben die Nordbadener deutlich unter den gewünschten 60 000 – die GmbH machte Verlust in siebenstelliger Höhe. (wg)