Hockey: TSV Mannheim verpasst Sensation im Finale um die Deutsche Meisterschaft – 4:6-Niederlage gegen Hamburger Club an der Alster

Der TSV Mannheim hat das Finale um die Deutsche Hockey-Meisterschaft verloren: Die Mannschaft von Trainer Alexander Vörg, die erstmals das „Final Four“-Turnier um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft erreicht hatte, musste sich im Endspiel gegen den Club an der Alster aus Hamburg mit 4:6 geschlagen geben.

In der ersten Hälfte erlebten die 2.500 Zuschauer ein Torfestival, das aber vornehmlich durch Standartsituationen zustande kam. Nach 30 Minuten führte Alster mit 4:3, weil es drei von vier Strafecken ins Mannheimer Tor beförderte. Der TSV war ebenfalls nach der ersten Strafecke erfolgreich (Proske, 19. Min). Die weiteren Treffer für Mannheim erzielten Paul Philipp Kaufmann nach exakt 42 Sekunden und Moritz Rothhändler (27. Min).

Der zweifache Titelträger aus Hamburg wirkte in der ersten Halbzeit abgeklärter und strukturierter, während die junge Mannheimer Truppe mit einem Durchschnittsalter von knapp 22 Jahren mit den Nerven zu kämpfen hatte. Kein Wunder, kein einziger Spieler stand jemals zuvor in einem Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die Vorentscheidung in diesem Endspiel fiel innerhalb von 60 Sekunden: Die Hanseaten erzielten in Minute 38 das 5:3, dem wenig später noch der sechste Treffer folgte. Der TSV erholte sich von diesen Tiefschlägen nicht mehr. Zwar probierten die Kurpfälzer alles, nahmen sogar elf Minuten vor Ende ihren Torwart zugunsten eines Feldspielers heraus – aber mehr als der Anschlusstreffer durch Schlageter eine Minute vor Ende war nicht mehr drin.

Der Club an der Alster ist damit verdient Deutscher Meister, so sah es auch TSV-Trainer Alexander Vörg: „Hamburg war die cleverere, abgezocktere Truppe. Aber wir gehen erhobenen Hauptes aus der Halle und werden wieder kommen.“ (NL/rk)

Programmtipp: RNF zeigt ein „Sport Extra“ über das Final Four Turnier mit Mannheimer Beteiligung bei den Damen und Herren am Montag um 18.30 Uhr, 21.30 Uhr und 23.30 Uhr sowie am Dienstag um 18.30 Uhr.

Enttäuschung nach dem Finale: Für den TSV Mannheim hat es im Endspiel des „Final Four“ nicht zum Titelgewinn gereicht (Bild: Lang)

Die ehemalige Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens, Hannelore Kraft (SPD), überreicht die Silbernadel des Zweiplatzierten an die Spieler des TSV Mannheim.