Jetzt ist es beschlossen: Bund und Länder einigen sich auf Lockdown ab Mittwoch

Angela Merkel und die Länderchefs haben einen zweiten Lockdown beschlossen. „Es besteht dringend Handlungsbedarf“, so Merkel. Ab Mittwoch sollen der Einzelhandel, Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios landesweit schließen. Ausgenommen sind lediglich Geschäfte für den absolut notwendigen Bedarf. Dazu zählen Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Großhandel, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgerätakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Futtermittelmärkte und Verkaufstellen für Weihnachtsbäume.

Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben weiter möglich. Schulen sollen grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht ausgesetzt werden. Eine Notbetreuung solle dennoch angeboten werden, heißt es.

Sonderregelungen soll es nun nur noch für die Weihnachtsfeiertage vom 24. bis 26. Dezember geben. Silvester und Neujahr sind von den Sonderregelungen ausgenommen. Hier gelten weiterhin strenge Kontaktbeschränkungen. „Treffen mit fünf Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahren im engsten Familienkreis sind zugelassen“, so Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin appelliert zudem an die Bevölkerung, sich sieben Tage vor Weihnachten in Quarantäne zu begeben. Dies sei jedoch freiwillig.

Zusammentreffen in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie Treffen anderer Glaubensgemeinschaften sind nur erlaubt, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt werden kann.

Diese Verordnungen gelten vorerst bis zum 10. Januar. Wie es heißt, will der Bund vom Lockdown betroffene Unternehmen finanziell unterstützen. Dabei sei mit einem Mehraufwand von rund zehn Millarden Euro zu rechnen. (cj)

Den kompletten Beschluss im Wortlaut finden Sie hier.