JVA Bruchsal: Tod eines Häftlings weiter unklar

Die Gründe für den Tod eines 22 Jahre alten Häftlings in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bruchsal Anfang April
sind weiter unklar. Die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen liegen seit zwei Wochen vor, wie die
Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Freitag mitteilte. Allerdings gebe es derzeit noch keine Bewertung. „Wir haben möglicherweise noch Fragen“, sagte ein Behördensprecher. Nachüberprüfungen wollte er nicht ausschließen.
In dem Fall soll zudem ein Abschiedsbrief vorliegen, indem sich der Häftling über Schikanen durch leitende Bedienstete der JVA beschwert, wie die „Stuttgarter Zeitung“ am Freitag berichtete. Die Staatsanwaltschaft wollte lediglich das Vorliegen von „Korrespondenz“ bestätigen. Diese fließe auch in die Bewertung des Falles ein, sagte der Sprecher. Der 22-jährige Mann war am 8. April leblos gefunden worden. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion hatte er den Heroin-Ersatzstoff Methadon zu sich genommen. Er war seit November 2012 wegen mehrerer Fälle von Körperverletzung inhaftiert, seit Anfang Januar saß er in Bruchsal ein. Der Häftling befand sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft „unter Dauerbehandlung mit Medikamenten“. dpa/feh