Kaiserslautern: Beck sieht „kein untragbares Risiko“ bei Stadionverkauf

Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat den Stadionverkauf des verschuldeten 1. FC Kaiserslautern an die Stadt im Jahr 2003 nach einem Plan des Landes verteidigt. „Ich glaube, dass die damaligen Überlegungen und auch die Zahlen, die genannt worden sind, kein untragbares Risiko aufgezeigt haben“, sagte er der Sendung „SWR Rheinland-Pfalz extra“. „Es hat sich dann gezeigt, dass manches teurer und schwieriger wurde.“ Er habe an Lösungen mitgearbeitet, um den Stadionausbau zu gewährleisten, sagte Beck: „Wenn wir gesagt hätten, das machen wir nicht, das ist uns zu groß und zu teuer, dann wäre die ganze Region abgerutscht.“ Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte dem SWR: „Wir wussten, dass das Stadion zu groß wird für den FCK. Aber man darf doch nicht alles in Euro und Cent berechnen.“ Der 1. FC Kaiserslautern hatte das Fritz-Walter-Stadion an eine städtische Stadiongesellschaft verkauft, eine hundertprozentige Tochter der Stadt. Das Stadion wurde für die Fußball-WM 2006 ausgebaut. Der Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz spricht von 120 Millionen Euro Steuergeld, das seit 2000 beim Kauf des Stadions durch die Stadiongesellschaft, beim Ausbau und wegen niedriger Pachten direkt oder indirekt an den 1. FCK geflossen sein soll. Darunter können laut Verband auch indirekte Beihilfen sein. (dpa/lrs)