Kaiserslautern: FCK sieht „keine Angriffspunkte“ bei Stadion-Pachtmodell

Der 1. FC Kaiserslautern hat gelassen auf die Kritik des Bundes der Steuerzahler an dem Stadion-Pachtmodell des Fußball-Zweitligisten reagiert. Die Verantwortlichen der Roten Teufel sähen bei dem sogenannten „Zukunftsmodell FCK“ keine Angriffspunkte, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Der Bund der Steuerzahler fordert, dass die EU-Kommission den Fall prüft. Laut Geschäftsführer René Quante sollen seit dem Jahr 2000 vonseiten des Landes Rheinland-Pfalz, der Stadt Kaiserslautern und der stadteigenen Stadiongesellschaft zusammen mindestens 120 Millionen Euro zugunsten des FCK geflossen sein.
Der Verein wies dies zurück und beklagte, Quante wolle mit populistischen Aussagen Aufmerksamkeit erregen und dem Verein einen Imageschaden zufügen. „Bis heute erwartet der FCK eine informelle Anfrage seinerseits oder der von ihm vertretenen Organisation“, hieß es in der Mitteilung. Allen Beteiligten sei bei der Entwicklung des Modells mit einer in der Zweiten Liga verringerten Pacht bewusst gewesen, dass die Regelungen von der EU geprüft würden.
Nach dem neuen Pachtmodell zahlt der Verein je nach Erfolg nach eigenen Angaben für die Bundesliga 3,6 Millionen Euro und für die Zweite Liga 2,4 Millionen Euro pro Saison. Zuvor hatte die Pacht bei
einheitlich 3,2 Millionen Euro pro Jahr gelegen.(dpa)