Kandel/Mainz: Altersprüfung bei jungen Flüchtlingen soll effizienter werden

Einige Monate nach dem tödlichen Messerangriff auf eine 15-Jährige in Kandel will Rheinland-Pfalz die Altersfeststellung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen effizienter machen. Der Fall Kandel hatte die Diskussion über die Altersfeststellung wieder entfacht, weil der tatverdächtige Flüchtling einem Gutachten der Staatsanwaltschaft zufolge deutlich älter ist als zunächst angenommen. Es handelt sich um den Ex-Freund des Opfers, der mittlerweile wegen Mordes angeklagt ist. Der vermutlich aus Afghanistan stammende junge Mann soll am 27. Dezember 2017 in einem Drogeriemarkt auf die 15-jährige Mia eingestochen haben. Während er selbst angibt, zum Zeitpunkt der Tat erst 15 Jahre alt gewesen zu sein, geht die Staatsanwaltschaft aufgrund eines medizinischen Gutachtens davon aus, dass er etwa 20
Jahre alt war. Das Alter ist für den Prozess und das mögliche Strafmaß wichtig. dpa/feh