Kandel: Nach Tod eines Mädchens erneut Demo und Gegendemo

Knapp eineinhalb Wochen nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens in Kandel sind am heutigen Samstag zwei politische Aktionen in der südpfälzischen Stadt geplant. Die rechtsextreme NPD hat unter dem Motto „Asylflut stoppen – für eine sichere Zukunft“ eine Kundgebung angemeldet, zu der nach Angaben der Verbandsgemeinde etwa 20 Teilnehmer erwartet werden. Die Aktion, bei der mehrere Redner auftreten sollen, wird etwa 300 Meter vom Tatort entfernt organisiert und soll ungefähr eine Stunde dauern. Das Aktionsbündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ plant zur selben Zeit in geringer Entfernung unter dem Motto „Aufstehen gegen Rechts“ eine Versammlung mit 50 Teilnehmern. Die Polizei hoffe auf einen friedlichen Verlauf, sagte ein Sprecher in Landau. Man habe keine konkreten Hinweise auf Störungen, sei aber gegebenenfalls darauf vorbereitet. Die 15-Jährige war am 27. Dezember in einem Drogeriemarkt erstochen worden. Dringend tatverdächtig ist ihr Ex-Freund, ein Flüchtling aus Afghanistan. Er ist nach offiziellen Angaben ebenfalls 15 Jahre alt und sitzt wegen Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft. (mho/dpa)