Kandel: Polizei erwartet 2500 Demonstranten – „Werden gegen Gewalt konsequent einschreiten“

Kandel kommt nicht zur Ruhe: Seit dem Tod der 15-Jährigen Mia Ende Dezember, erstochen von einem jungen afghanischen Flüchtling, über dessen genaues Alter bis heute keine Klarheit herrscht, wird in der südpfälzischen Gemeinde regelmäßig protestiert. Auch heute: Bei der Kreisverwaltung Germersheim hat Christina Baum aus dem baden-württembergischen Landesvorstand der AfD die vierte Versammlung unter dem Motto „Wir sind Kandel“ angemeldet. Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Gewerkschaften, Parteien und Kirchengemeinden protestiert gegen den Aufmarsch der Rechten. Etwa 2.500 Demonstranten erwartet die Polizei zu den diversen Kungebungen am Samstagnachmittag.

Den Angaben zufolge spielen sich Demos und Gegendemos überwiegend im östlichen Stadtteil ab. Die Autobahnabfahrt Kandel Mitte wird daher bis spätestens 14.30 Uhr gesperrt, eine Zufahrt über die Rheinstraße in die Kandeler Innenstadt ist dann nicht möglich. Die Zufahrten über Kandel Nord, Kandel Süd und aus Richtung Minfeld sind frei. Wegen der Vielzahl der Veranstaltungen und Versammlungen bittet die Polizei, sich „unbedingt“ an die Beschilderung zu halten und die Umleitungen zu befolgen. Die absoluten Halteverbote sind unabdingbar, um die Sicherheit der angemeldeten Versammlungen zu gewährleisten. Die Anwohner müssen während der Versammlungen wegen Straßensperrungen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen.

Wegen des hohen Besucheraufkommens seien „Beeinträchtigungen für Unbeteiligte nicht auszuschließen“. Einsatzleiter Polizeidirektor Martin Kuntze lässt an der Entschlossenheit der Sicherheitskräfte keinen Zweifel: „Gegen Gewalt werden wir frühzeitig und konsequent einschreiten.“ (wg)