Karlsruhe: Defekte Atommüllfässer gefunden

Im ehemaligen Kernforschungszentrum in Karlsruhe sind Rostschäden an fast 1700 Fässern mit Atommüll entdeckt worden. Ein Sprecher des Umweltministeriums in Stuttgart bestätigte einen NDR-Bericht und fügte hinzu, dass keine Gefahr für Umwelt oder Beschäftigte bestehe. Bisher seien etwa 20 000 der dort gelagerten Fässer überprüft worden, angefangen mit den ältesten. Die Kontrolle der insgesamt mehr als 65 000 Fässer in Karlsruhe werde fortgesetzt. Die betroffenen Fässer wurden inzwischen in größere Behälter gestellt oder umgepackt, wie ein Sprecher der für die Entsorgung zuständigen Firma WAK GmbH sagte. Zu Beginn der Lagerung sei nicht erwartet worden, dass die Zeit der Zwischenlagerung bis zum Transport in ein Endlager so lange dauern werde. Doch das geplante Endlager im Schacht Konrad bei Salzgitter kann erst von 2022 an oder später genutzt werden. Zurzeit werden die Fässer auf dem Gelände des Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen in einem oberirdischen Gebäude gelagert. dpa/feh