Karlsruhe/Mannheim: Streit um „Mannheimer Loch“ ausgestanden

Der Streit um das sogenannte „Mannheimer Loch“ ist endgültig ausgestanden. Der Bundesgerichtshof hat ein höchst-richterliches Urteil gesprochen. Demnach durfte die Kunsthalle die Installation einer Künstlerin beim Umbau zerstören.
Die Auseinandersetzung mit Natalie Braun Barends zog sich über Jahre und mehrere Instanzen hin. Es geht um zwei Werke aus dem Jahr 2006, darunter das sogenannte „H-Hole“, das sich durch Öffnungen in den Decken über sämtliche Ebenen des Hauses zog. Es wurde im Zuge der Umgestaltung der Kunsthalle ebenso zerstört wie eine Lichtinstallation in der Kuppel. Dagegen klagte die Künstlerin. Laut BGH hat ein Künstler zwar grundsätzlich das Recht, die Vernichtung eines Werkes zu verbieten. Ist es allerdings Teil eines Bauwerks, gehen die Interessen des Eigentümers in aller Regel vor. Möglicherweise stehen Barends aber noch bis zu 66 000 Euro Vergütung für die Arbeit zu. Darüber muss das Oberlandesgericht Karlsruhe neu verhandeln. Verjährt seien die Ansprüche nicht, heisst es. (mho/dpa)