Karlsruhe/Wörth: Gericht verhandelt über Streit um neue Rheinbrücke

Zweieinhalb Jahre nach Einreichung von Klagen gegen eine zweite Rheinbrücke zwischen dem rheinland-pfälzischen Wörth und Karlsruhe hat eine mehrtägige Verhandlung des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Baden-Württemberg begonnen. Wegen der Corona-Krise befasste sich der VGH am Mittwoch in einem Karlsruher Bürgerzentrum statt im Gerichtssaal damit. Geklagt haben die Stadt Karlsruhe sowie der Landesverband Baden-Württemberg des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND). Die Umweltschützer wollen die Brücke nicht, weil dadurch aus ihrer Sicht seltene Tierarten in den Rheinauen bedroht sind. Die Stadt Karlsruhe ist nicht generell gegen eine Brücke, setzt sich aber dafür ein, dass sie unmittelbar neben der alten Brücke gebaut wird. Laut aktueller Planung soll die neue Querung etwa 1,4 Kilometer entfernt von der alten entstehen. Für die mündliche Verhandlung wollen die Richter bis einschließlich Freitag tagen. Wann ein Urteil fällt, ist noch unklar. (Az.: 5 S 2834/17 und 5 S 2835/17) (dpa/asc)