Klinikum Mannheim: Hygiene-Prozesse geändert

Das Mannheimer Uniklinikum arbeitet an einem Umbauprogramm aus dem Hygieneskandal. Der Prozess der Reinigung und Desinfektion von OP-Besteck werde komplett umorganisiert, teilte das Krankenhaus mit. Die Sterilgut-Abteilung sei inzwischen unmittelbar der Geschäftsführung zugeordnet. „Nur durch ein Neuaufsetzen der Prozesse können wir verlorenes Vertrauen wieder zurückgewinnen“, erklärten die beiden neuen Geschäftsführer Jörg Blattmann und Frederik Wenz. Der frühere Geschäftsführer Alfred Dänzer war im Zuge des Skandals zurückgetreten. Das Klinikum steht seit festgestellten Hygienemängeln Mitte Oktober in der Kritik. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Der Umbau lasse sich nicht von einem Tag auf den anderen bewältigen, heißt es in der Mitteilung. Das Operationsprogramm sei daher nach Wochen noch immer heruntergefahren. Derzeit gebe es etwa 30 bis 40 Eingriffe pro Tag, statt der zuvor üblichen im Schnitt 60. Die Kapazität werde nur verhalten hochgefahren, da Gründlichkeit vor
Schnelligkeit gehe. dpa/feh