Koblenz/Speyer: Bordell blitzt mit Klage vor Oberverwaltungsgericht ab

Die Schließung von Bordellen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts in Koblenz rechtmäßig. Die Richter lehnten den Eilantrag eines Bordells in Speyer in zweiter Instanz ab. Die Bordellbetreiber beriefen sich in ihrer Klage darauf, dass die Landesregierung zunächst die Wiederöffnung von Bordellen ab 10. Juni in Aussicht gestellt habe. Noch bevor die Betriebe tatsächlich wieder öffnen konnten, ruderte das Land aber zurück. Die Verordnung sei aus diesem Grunde aber nicht rechtswidrig, stellte das OVG fest und räumte den Politikern bei ihren Entscheidungen einen weiten Einschätzungsspielraum ein. Zudem sei bezüglich der Infektionsketten bei Bordellen ein drohendes Kontrolldefizit nachvollziehbar. (mho/dpa)