Ladenburg: Brand in Chemie-Unternehmen – Fenster und Türen geschlossen halten

+++ Update 17:35

Der Brand einer Produktionshalle in Ladenburg ist mittlerweile unter Kontrolle. Wie die Polizei Mannheim mitteilt, konnte das Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude verhindert werden. Insgesamt sind 150 Feuerwehreinsatzkräfte sowie 70 Polizeibeamte im Einsatz. Derzeit kommt es noch zu Verkehrsbehinderungen am Ortsein- und -ausgang. Die Feuerwehr hatte die Wallstadter Straße, die Benzstraße und die Ilvesheimer Straße teilweise gesperrt. Grund hierfür sind von der Feuerwehr verlegte Wasserleitungen vom Neckar bis zum Brandort. Luftwertemessungen in Ladenburg und den angrenzenden Gemeinden ergaben, dass von den Brandgasen weder für Menschen noch die Umwelt eine Gefahr ausgeht. Es kann weitreichend zu Geruchsbelästigungen kommen. Die Brandursache sowie der entstandene Gesamtschaden konnten noch nicht ermittelt werden. Zwar habe die Polizei Ermittlungen aufgenommen, diese können jedoch erst fortgesetzt werden, wenn der Brand vollstädnig gelöscht ist. Die Behörden rechnen nicht vor morgen früh damit. (kw)

+++ Update 15:20 +++

Das Feuer ist derzeit noch nicht unter Kontrolle. Aktuell versucht die Feuerwehr das Übergreifen des Feuers auf ein angerenzendes Verwaltungsgebäude zu verhindern. Nach eintreffen der Feuerwehr am Vormittag waren schon große Teile des Gebäudes in Brand geraten, teilte die Feuerwehr mit. Die Freiwillige Feuerwehr Ladenburg und Freiwillige Feuerwehren aus den angrenzenden Gemeinden haben sich zu einem Großeinsatz von rund 150 Einsatzkräften zusammengeschlossen. Die 13 leichtverletzten Mitarbeiter, die sich während des Feuerausbruchs in der Halle befanden, wurden vorsorglich auf Rauchgasvergiftung untersucht. Mittlerweile konnten alle vom Rettungsdienst entlassen werden. In der Halle brennen unter anderem Maschinen zur Fertigung von Fahrzeugteilen sowie Kunststoffe. Anwohnern und Bewohnern Edingen-Neckarhausen sowie der südlichen Mannheimer Stadtteile Seckenheim, Friedrichsfeld und Rheinau wird weiterhin geraten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Messfahrzeuge sind in den unterschiedlichen Gemeinden und Landkreisen unterwegs um die Schadstoffwerte in der Luft ständig zu kontrollieren. Es gibt noch keine Kenntnisse darüber, ob die freigesetzten Stoffe gesundheitsgefährdend sind. Die Polizei ist mit Einsatzfahrzeugen in den Gemeinden unterwegs, um die Bevölkerung weiter zu informieren. Die Feuerwehr löste bereits am Vormittag über die Warnsysteme „Katwan“ und „NINA“ Alarm aus. Sie geht davon aus, dass der Brand erst in den Nachstunden oder am frühen Morgen gelöscht sein wird. Die Brandursache ist nach wie vor nicht bekannt, die Ermittlungen laufen weiter. Auch zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat den Brand weiträumig abgesperrt um Schaulustige fernzuhalten. Der Verkehr wird umgeleitet. (kw)

Ein Brand bei dem Ladenburger Chemie-Unternehmen rtp in der Wallstadter Straße hält die Einsatzkräfte in Atem. Eine schwarze Rauchwolke war weithin zu sehen. Ob dem Feuer eine Explosion vorausging, ist noch nicht bekannt. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde niemand verletzt. Zu Ursache und Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor. Die Stadt Ladenburg informiert, dass aufgrund des Brandes mit starker Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten seien. Lüftungs- und Klimaanlagen seien abzuschalten. Die unmittelbare Nachbarschaft wurde nach Polizeiangaben evakuiert. Es könne zu Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen kommen. Auch das Warnsystem „Katwarn“ löste aus. Die Rauchwolke ziehe nach Westen, hieß es.

Das Feuer brach nach Polizeiangaben gegen 10.45 Uhr an einer Maschine aus. Das Gebäude wurde evakuiert. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 13 Arbeiter im Gebäude. Sie konnten sich ersten Erkenntnissen alle in Sicherheit bringen. Während des Feuers kam es zu Explosionen. Die Ursache ist bislang unbekannt. Das ABB-Gebäude nebenan wurde zwischenzeitlich geräumt. Die Feuerwehr arbeitet mit mehreren Drehleitern. Probleme bereitet den Einsatzkräften offenbar die Wasserversorgung, eine zweite Leitung wurde zum Neckar gelegt. Die Feuerwehren waren mit 150 Kräften aus der ganzen Region vor Ort. Sie gehen davon aus, dass sich der Einsatz bis tief in die Nacht ziehen wird. Das Unternehmen produziert unter anderem Granulat, das für Fahrzeugarmaturen verwendet wird. (mho/mj/wg)

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