Landau: Bewährungsstrafen nach Brandanschlag

Nach dem Brandanschlag auf ein als Flüchtlingsunterkunft vorgesehenes Gebäude in Herxheim bei Landau sind die zwei Angeklagten zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Ein 25-Jähriger erhielt vor dem Landgericht Landau ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung, sein zehn Jahre älterer Komplize zwei Jahre. Die beiden hatten gestanden, im Dezember 2015 in Herxheim ein leerstehendes Gebäude angezündet zu haben, das zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden sollte. Eine rechtsextremen Hintergrund hatten die beiden bestritten. Man habe das Gebäude nicht „abfackeln“, sondern signalisieren wollen, dass die Menschen die Unterkunft nicht wollten, hatte einer der beiden gesagt. Die Staatsanwaltschaft hatte für den 25-Jährigen eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren und für den 35-Jährigen unter Einbeziehung anderer Strafen von zwei Jahren und neun Monaten verlangt. Die Verteidiger der beiden hatten sich für Bewährungsstrafen ausgesprochen. (dpa/sab)