Landau: Bohrung beim Erdwärmekraftwerk geht weiter

Beim umstrittenen Erdwärmekraftwerk im pfälzischen Landau ist die Suche nach einem in der Tiefe vermuteten Leck nach einer Zwangspause fortgesetzt worden. Es werde wieder gebohrt, sagte der Leiter der Abteilung Bergbau beim Landesamt für Geologie und Bergbau, Thomas Dreher, auf Anfrage. Ein Defekt am Bohrgerät hatte die Arbeiten vorübergehend zum Erliegen gebracht.
Die Fachleute wollen bis in 500 Meter Tiefe bohren um zu klären, ob dort unten Wasser ausgetreten ist. Sie vermuten, dass ein Leck in dieser Tiefe für Bodenhebungen rund um das Kraftwerksgelände
verantwortlich ist. Wegen der Hebungen und der Risse ist die Anlage seit mehr als einem Jahr abgestellt. Sie darf erst wieder angefahren werden, wenn das Landesamt grünes Licht gibt.
Ob und wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist noch nicht genau abzusehen. Kommende Woche könne man voraussichtlich sagen, was die Bohrung erbracht habe, sagte Dreher. Aber unabhängig davon müssten noch weitere Voraussetzung erfüllt werden, bevor das Kraftwerk wieder in Betrieb genommen werden könne. Der Betreiber hat es nach eigenen Angaben inzwischen umfassend modernisiert.(dpa/lrs)