Landau: Erste Tests im Erdwärmekraftwerk

Im umstrittenen Erdwärmekraftwerk in Landau laufen nach Reparatur- und Modernisierungsarbeiten erste Tests zum Zustand
der Anlage. Überprüft würden Komponenten wie die Förderpumpe, die lange stillgestanden habe, sagte der Leiter der Abteilung Bergbau beim Landesamt für Geologie und Bergbau, Thomas Dreher, am Dienstag. Bei ihr müsse wie bei allen Teilen des Primärkreislaufs geklärt werden, ob sie zuverlässig arbeite. Auch „Drucktests“ seien geplant.
Nach den Untersuchungen, die sich noch eine Weile hinzögen, fertigten Sachverständige Gutachten an, sagte Dreher. Auf der Grundlage dieser Stellungnahmen werde das Landesamt über die vom Betreiber beantragte Wiederzulassung entscheiden. Wann das sei, könne er nicht sagen. Das Kraftwerk soll mit heißem Wasser aus 3000 Metern Tiefe Strom für
etwa 4000 Haushalte erzeugen. Im März 2014 war die Anlage stillgelegt worden, nachdem sich der Boden in der Umgebung stellenweise um mehrere Zentimeter gehoben hatte. Experten hatten das mit dem Kraftwerk in Zusammenhang gebracht. Der Betreiber ließ eine lecke Stelle an einer Dichtung zwei bis drei Meter unterhalb der Erdoberfläche reparieren und investierte nach eigenen Angaben in eine bessere Überwachungstechnik und andere Sicherheitssysteme. dpa/feh