Landau: Mutmaßlicher Serienbankräuber fordert Verfahrenseinstellung

Mit einer Überraschung hat der Prozess gegen einen mutmaßlichen Serienbankräuber vor dem Landgericht Landau begonnen. Nach der Verlesung der Anklage am Donnerstag forderte der 33-Jährige, dass das Verfahren gegen ihn eingestellt oder unterbrochen wird. Er begründete das mit Zweifeln an der Gültigkeit des Grundgesetzes.
Seine Anwälte distanzierten sich davon, stellten aber ihrerseits die Unabhängigkeit der Richter und eines Sachverständigen infrage. Die
Verhandlung wurde bis zum Nachmittag unterbrochen.
Der aus Halle stammende Mann hatte sich bei einem Hafturlaub abgesetzt und soll dann sieben Banken in Rheinland-Pfalz und im
Saarland sowie in Baden-Württemberg und Niedersachsen überfallen haben. Anfang 2013 wurde er gefasst. Im Gefängnis saß er wegen
mehrerer Banküberfälle. Deshalb war er zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. (dpa/lrs)