Landau: Gartenschau kündigt Wachfirma – angeblich Auftrag erschlichen

Die Landesgartenschau im südpfälzischen Landau hat sich von einer der beiden Wachfirmen auf dem Gelände getrennt. Sie stehe im Verdacht, sich den Auftrag mit falschen Unterlagen erschlichen zu haben, sagte ein Gartenschau-Sprecher am Mittwoch. Er bestätigte einen Bericht der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Zur Art der Unterlagen machte er keine Angaben. Für die Firma, die bisher den Einlass kontrolliert habe, wurde bereits Ersatz gefunden. „Der Übergang hat reibungslos geklappt“, sagte der Sprecher.
Die Staatsanwaltschaft Landau ermittelt seit etwa zwei Wochen in anderer Sache gegen das Unternehmen. Es werde geprüft, ob die Firma Sozialabgaben für ihre Beschäftigten hinterzogen habe, sagte ein Sprecher der Behörde. „Die Ermittlungen sind noch ganz am Anfang.“
Das Unternehmen habe dazu noch nichts gesagt. Der Vorwurf, dass sich die Firma den Auftrag mit falschen Papieren gesichert haben solle, sei ihm neu.
Die vierte rheinland-pfälzische Landesgartenschau läuft seit dem 17. April auf dem ehemaligen Kasernengelände, auf dem neben alten Gebäuden zahlreiche Blumenbeete und Gärten angelegt wurden. Bis zum 18. Oktober werden mindestens 600 000 Besucher erwartet. (dpa/lrs)