Landau: Geplantes Flüchtlingsheim angezündet – Urteil erwartet

In Landau endet voraussichtlich heute der Prozess gegen zwei Männer, die wegen Brandstiftung angeklagt werden. Die Männer hatten gestanden, in der Nacht zum 4. Dezember 2015 in Herxheim bei Landau ein ehemaliges und leer stehendes Technologiezentrum angezündet zu haben, das zu einer Flüchtlingsunterkuft umgebaut werden sollte. Bei der Tat, für die sie Benzin, Diesel und Grillanzünder benutzten, entstand ein Schaden von etwa einer Viertelmillion Euro. Man habe das Gebäude nicht „abfackeln“ wollen, sondern signalisieren wollen, dass die Menschen die Unterkunft nicht wollten, hatte einer der beiden gesagt. Das sei aber „eine Schnapsidee“ gewesen. Einen
rechtsextremen Hintergrund hatten die gerichtsbekannten Männer bestritten. Die Ermittler waren ihnen dank eines Videos auf die Schliche gekommen, das eine Kamera an einer Tankstelle aufgenommen hatte. (dpa/cal)