Landau: Geständnisse im Prozess um Brand in geplanter Flüchtlingsunterkunft

Im Prozess um ein angezündetes Gebäude in Herxheim, das zu einem Asylbewerberheim umgebaut werden sollte,
haben die Angeklagten die Tat gestanden. „Wir wollten das Gebäude nicht abfackeln, sondern ein Zeichen setzen, dass die Leute merken: Die wollen das nicht“, sagte einer der Männer zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Landau. Das sei eine Schnapsidee gewesen. Einen rechtsextremen Hintergrund der Tat bestritt der 25-Jährige aber. Die Anklage wirft den 25 und 34 Jahre alten Männern vor, in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember 2015 mit Hilfe von Brandbeschleuniger ein ehemaliges Technologiezentrum angezündet zu haben. Das Gebäude sollte für Flüchtlinge umgebaut werden. An dem unbewohnten Gebäude entstand ein Schaden von mindestens 250 000 Euro. Im April 2016 wurden die Männer festgenommen. Als hilfreich für die Ermittlungen erwies sich ein Video, das eine Kamera an einer Tankstelle aufgenommen hatte. Es zeigt zwei Personen, die in der Tatnacht Kanister mit Kraftstoff füllen. Danach veröffentlichte die
Polizei Phantombilder und einen Fahndungsaufruf. (dpa/sab)