Landau: Haftstrafen für Brandanschlag von Herxheim gefordert

Im Prozess um den Brandanschlag auf ein als Flüchtlingsunterkunft vorgesehenes Gebäude in Herxheim bei Landau hat die Staatsanwaltschaft für die beiden Angeklagten Haftstrafen gefordert. Ein 25-Jähriger sei wegen Brandstiftung zu zweieinhalb Jahren Haft und sein zehn Jahre älterer Komplize unter Einbeziehung anderer Strafen zu zwei Jahren und neun Monaten zu verurteilen, sagte
Oberstaatsanwalt Thomas Spielbauer vor dem Landgericht Landau. Zu berücksichtigen sei die hohe kriminelle Energie, die die Angeklagten an den Tag gelegt hätten, aber auch der beträchtliche Schaden und das Signal, das von der Tat ausgegangen sei. Die Verteidiger der beiden forderten Bewährungsstrafen. Das Urteil wird noch heute erwartet. Die beiden Männer hatten gestanden, im Dezember 2015 in Herxheim ein leerstehendes Gebäude angezündet zu haben, das zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut wurde. Man habe das Gebäude nicht „abfackeln“, sondern signalisieren wollen, dass die Menschen die Unterkunft nicht wollten, hatte einer der beiden gesagt. Das sei
aber „eine Schnapsidee“ gewesen. Einen rechtsextremen Hintergrund hatten die gerichtsbekannten Männer bestritten. (dpa/sab)