Landau: Konstantin Wecker erhält Landauer Thomas-Nast-Gastprofessur

Der Liedermacher Konstantin Wecker wird von der Universität Landau mit der Thomas-Nast-Gastprofessur geehrt. Wecker engagiere sich für ein humanes Miteinander und setzte sich poetisch, aber stets unnachgiebig für die Schwachen und Entrechteten ein, zitierte die Hochschule am Dienstag Professor Lothar Bluhm. Er ist Dekan des Fachbereichs für Kultur- und Sozialwissenschaften, der die Professur zum dritten Mal vergibt. Wecker wird in einem öffentlichen Festakt am 13. Juni in Landau geehrt. Am Tag davor wirkt der Musiker, Komponist, Schauspieler und Autor an der Ringvorlesung „Bist du ein Mensch, so fühle meine Not“ mit, die der Fachbereich im Sommersemester organisiert. In einem musikalischen Vortrag mit dem Titel „Voller Wut und Zärtlichkeit“ werde er Position zum Thema Menschenrechte beziehen. Anlass ist die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 70 Jahren. Die Gastprofessur ist nach dem Landauer Künstler und Journalisten Thomas Nast (1840-1902) benannt, der im 19. Jahrhundert in die USA auswanderte und dort als Zeichner Karriere machte. Er soll die Figur des „Santa Claus“ – des Weihnachtsmanns – geschaffen haben. Laut Hochschule wurde Nast aber auch zum Vorbild für fortschrittliches
politisches Engagement und Zivilcourage. So habe er im amerikanischen Bürgerkrieg mit seinen Karikaturen unter anderem die Sklaverei kritisiert. Der Fachbereich für Kultur- und Sozialwissenschaften vergibt die von der Dieter Kissel-Stiftung finanziell unterstützte Professur an herausragende Wissenschaftler oder Künstler. Bisherige Träger waren
die Mark-Twain-Forscherin Prof. Dr. Laura Trombley (2013) und der Grafikdesigner Prof. Klaus Staeck (2015). (dpa/cal)