Landau: Landespolitiker fordern mehr Bundesmittel für Regionalbahn

Zum 20-jährigen Bestehen des Rheinland-Pfalz-Taktes haben SPD- und Grünen-Politiker vom Bund mehr Geld für den regionalen Schienenverkehr gefordert. Die steigenden Trassen- und Stationspreise könnten zu einer Gefahr für diese Verkehrsart werden, warnte der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) bei der  Festveranstaltung am Mittwoch in Landau. Die Kosten für die Trassen seien von 2002 bis 2012 um 40 Prozent gestiegen. Das könne die Branche nicht auffangen.

Die Kosten stiegen, weil die bundeseigenen Unternehmen, die für Bahnhöfe und Gleise zuständig seien, massive Preiserhöhungen angekündigt hätten, sagte der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, der Kuseler Landrat Winfried Hirschberger (SPD). Dabei hielten die Zuweisungen des Bundes
heute schon nicht den Kostensteigerungen stand, sagte Jutta Blatzheim-Roegler von der Grünen-Landtagsfraktion.
Alle würdigten den Rheinland-Pfalz-Takt, zu dem eine erhöhte und übersichtliche Taktfolge, aufeinander abgestimmte Abfahrtzeiten und die Reaktivierung stillgelegter Strecken gehören. Damit habe die Nachfrage bei den Zugreisenden im Nahverkehr um fast 100 Prozent gesteigert werden können, sagte Lewentz. Im Dezember wird das Angebot mit dem „Rheinland-Pfalz-Takt 2015“ weiter ausgebaut. (dpa/lrs)