Landau: Misshandlungen in Kinderheim?

Die Staatsanwaltschaft Landau prüft derzeit Vorwürfe eines Rechtsanwalts gegen ein Kinderheim in der
Südpfalz. Die Rede sei von Kindesmisshandlungen, sagte die Leiterin der Strafverfolgungsbehörde, Angelika Möhlig, am Mittwoch. Außerdem solle es dem Vorwurf zu Vergewaltigungen gekommen sein, ohne dass dieHeimleitung eingeschritten sei. Sie bestätigte damit einen SWR-Bericht. Zum Teil seien die Vorwürfe schon Gegenstand früherer Verfahren gewesen, die alle eingestellt worden seien, zum Teil seien
es neue Vorwürfe, so Möhlig. Ein Heim-Sprecher wies die Vorwürfe zurück. Sie gingen auf einen „Privatkrieg“ zurück, den jemand gegen das Heim führe.

Nach Möhligs Angaben waren bereits 2009, 2010 und 2014 vier Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche des Heims geführt worden. Sie seien eingestellt worden, weil es keine Anhaltspunkte für
Straftaten oder keinen hinreichenden Verdacht gegeben habe. In einigen Fällen sei dagegen Beschwerde eingelegt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft habe diese aber zurückgewiesen. Eingestellt wurden auch Ermittlungen gegen eine Verantwortliche eines Kinderheims in Ludwigshafen, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Hubert Ströber, sagte. Sie soll laut einer Anzeige unter anderem ein Kind nicht ins Krankenhaus gebracht haben. Das habe aber nicht nachgewiesen werden können. Als ein Anwalt die Vorwürfe noch einmal erhoben habe, habe man kein neues Verfahren eingeleitet. (dpa)