Landau nach dem Brand: Kein Obst oder Gemüse aus eigenem Anbau verzehren

Nach dem Großfeuer in einer Landauer Holzhandlung haben Stadt Landau und Landkreis Südliche Weinstraße eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht. Während des Brandes wurde Asbest frei gesetzt. Wie bereits in RNF Life berichtet, haben sich verkohlte Rückstände durch die Thermik in mehrere Orte rund um Landau verteilt. Ob diese Rückstände auch von Asbest belastet sind, wurde noch nicht untersucht. Daher geben die Behörden Hinweise, die wir im Wortlaut dokumentieren. Am Ende dieser Meldung sehen sie unseren Beitrag aus RNF Life vom heutigen Abend. (rk)

Stadt Landau und Landkreis Südliche Weinstraße informieren über Lage im Zusammenhang mit dem Großbrand in der Landauer Lotschstraße – Untersuchungen werden fortgesetzt – Kein Obst oder Gemüse aus eigenem Anbau verzehren

 

„Die Feuerwehren aus der Stadt Landau und dem Landkreis Südliche Weinstraße sind nach wie vor mit den Nachlöscharbeiten an der Einsatzstelle in der Landauer Lotschstraße beschäftigt. Die Brandörtlichkeit und das angrenzende Gebiet werden kontinuierlich mit Wasser berieselt, um eine Ausbreitung von Asbeststaub zu verhindern.

Nach ersten Einschätzungen eines Experten des TÜV Kaiserslautern ist eine Asbestbelastung unmittelbar an der Brandstelle und etwa 200 Meter in nordöstlicher Richtung gegeben. Die durch die Thermik transportierte Flugasche sowie die Brandrückstände, die vor allem im Kreisgebiet niedergingen, sind dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht belastet. Aufgefunden wurden Rückstände hauptsächlich in der Verbandsgemeinde Offenbach und im nördlichen Bereich der Verbandsgemeinde Landau-Land. Der südliche Bereich des Landkreises ist aller Wahrscheinlichkeit nach nicht betroffen.

Zurzeit und im Laufe des morgigen Vormittags finden weitere Untersuchungen statt. Dabei nimmt der Experte des TÜV Proben sowohl im Stadtgebiet Landau als auch in mehreren Ortschaften im Landkreis.

Stadt- und Kreisverwaltung geben für die nächsten Stunden, bis weitere Erkenntnisse vorliegen, folgende Verhaltenshinweise: Der Aufenthalt in Räumen als auch im Freien außerhalb des unmittelbar betroffenen Gebiets ist nicht gefährlich, allerdings sollten Obst und Gemüse aus eigenem Anbau vorsichtshalber nicht verzehrt werden. Auch von Gartenarbeit wird aktuell, bis weitere Klärungen stattgefunden haben, abgeraten.

Eventuelle Funde von Brandresten auf dem eigenen Grundstück sollten nicht berührt oder bewegt werden. Eine unmittelbare Gefahr geht von den Rückständen aber nicht aus. Funde sollten an Ort und Stelle belassen, eventuell abgedeckt und über das Bürgertelefon gemeldet werden. Auf keinen Fall sollten die Materialien eigenständig entsorgt werden.

Das Bürgertelefon, das Stadt und Kreis eingerichtet haben, ist unter der 06341 13 66 66 zu erreichen.

Wichtig: Das Gebiet rund um die Brandstelle darf nicht betreten werden. Sowohl die Lotschstraße selbst als auch die Bornbachstraße sind nach wie vor gesperrt. Stadt- und Kreisverwaltung bitten die Bevölkerung, die Sperrung zu beachten, um den Einsatzkräften die Arbeit nicht unnötig zu erschweren. Auch dürfen Fahrzeuge, die im gesperrten Bereich geparkt sind, weiterhin nicht bewegt werden.“

Unser Beitrag aus RNF Life vom Freitag, 19. August 2016