Landau: Weiter verschiedene Ansichten zur Ursache der Bodenhebungen

Auch 16 Monate nach den Bodenhebungen am Erdwärmekraftwerk in Landau sind Betreiber und Bergamt hinsichtlich der Ursache nicht einer Ansicht. Abgesehen davon hat der Betreiber weiter vor, das umstrittene Kraftwerk sobald wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen. „Es laufen noch kleinere Arbeiten, die wir in Abstimmung mit den Behörden ausführen“ sagte ein Sprecher der Firma Daldrup & Söhne AG auf Anfrage. Das Ende der Landesgartenschau am 18. Oktober könnte für alle Beteiligten ein wichtiges Datum sein. Die Gartenschau grenzt an das Kraftwerk an. Ein Sprecher des Landesamtes für Geologie und Bergbau bekräftigte, vor einem Neustart müsse der Betreiber noch bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Der Firmensprecher betonte, Grund für die Bodenhebungen am Kraftwerksgelände sei eine lecke Stelle an einer Dichtung zwei bis drei Meter unterhalb der Erdoberfläche gewesen. Die Dichtung gehöre zum Bohrlochkopf, der die Bohrung von oben abdichte. „Von dort aus ist Wasser in die tieferen Schichten gelaufen, wohin es nicht hätte laufen sollen.“ Dieser Defekt sei beseitigt. Weitere Undichtigkeiten seien nicht gefunden worden. Thomas Dreher vom Landesamt für Geologie und Bergbau ist dagegen weiter der Ansicht, dass es auch in der Tiefe ein Leck gegeben haben muss, aus dem Wasser austrat. Das  Kraftwerk war 2014 wegen der Hebungen abgestellt worden.(dpa/lrs)