Landwirtschaft: Obstbäume verspätet in voller Blüte – Natur kann aufholen

(dpa/lrs) Trotz des späten Starts ins Frühjahr haben die Obstbäume nach Einschätzung von Landwirten keinen Schaden genommen. Im Gegenteil: Je später die Blüte beginne, desto kleiner sei die Gefahr von Frostschäden, sagte Sprecherin Andrea Adams vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Die etwas längere Wartezeit habe den Obstbäumen nichts ausgemacht. «Die Natur kann erfahrungsgemäß gut aufholen», sagte Adams. Ein paar Tage verspätet hätten die frühen Süßkirschen, die Zwetschen und Pfirsiche in der Pfalz und in Rheinhessen zu blühen begonnen.

Auch im Norden von Rheinland-Pfalz können die Obstbauern sich nicht beklagen. Die Süßkirschen, Zwetschen und Birnen zeigen sich in voller Blüte. «In vier bis fünf Tagen wird es auch bei den Äpfeln losgehen», sagte Norbert Schäfer vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. Im Mittel der vergangenen 15 Jahre sei die Natur vergleichsweise spät dran, und die Ernte werde sich entsprechend verzögern. Aber Obstbauer Schäfer betonte: «Je später die Blüte, desto geringer die Gefahr, dass niedrige Temperaturen die Pflanzen gefährden.»

Das Wetter lockt auch Bienen zur Bestäubung an die Blüten. «Mit den warmen und sonnigen Temperaturen können wir im Hinblick auf die Obstblüte sehr zufrieden sein», sagte Agrarmeteorologin Bettina Klante vom Deutschen Wetterdienst.