Leimen: Stadt fordert Hundeführerschein

Nach einer Hundeattacke auf einen Jugendlichen wünscht sich die Stadt Leimen eine gesetzliche Regelung zur Einführung eines verpflichtenden Hundeführerscheins. „Zum Schutz der Menschen würden wir das begrüßen“, sagte Oberbürgermeister Hans Reinwald (CDU). Für eine entsprechende Regelung wäre das Land zuständig, namentlich das Innenministerium. In Leimen hatten jüngst zwei nicht angeleinte Hunde, höchstwahrscheinlich Kampfhunde, einen 15-Jährigen vom Rad gezerrt und schwer verletzt. Er musste in einer Spezialklinik behandelt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Schultes Reinwald empfiehlt schon jetzt Hundebesitzern in seinem Ort, den Führerschein freiwillig zu absolvieren. Obwohl die Kommune bei Vorlage eines Führerscheins eine verringerte Hundesteuer verlangt, sei das Interesse an dem Angebot gering, hieß es im Rathaus.(mf/lsw)