Leimen: Totschlagsprozess – Vermeintlicher Messerstecher schweigt

Wegen einer tödlichen Messerattacke vor einem Nachtclub in Leimen steht seit Mittwoch ein 36 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Heidelberg. Er soll Ende September vergangenen Jahres nach einem Streit einen Mann vor dem Lokal mit acht wuchtigen Stichen getötet haben. Das Opfer erlag trotz Notoperation einen Tag später seinen lebensgefährlichen Verletzungen. Nach Angaben des Landgerichts wollte der wegen Totschlags angeklagte Mann nicht zur Sache aussagen. Der 36-Jährige war wenige Tage nach der folgenschweren Attacke in Nordfrankreich gefasst worden. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatten sich die beiden vor der Bluttat im Club mehrfach gestritten.
Daraufhin habe der Angeklagte das Lokal verlassen, vor der Tür sein unbewaffnetes Opfer abgepasst und zugestochen. Einer der acht Stiche durchtrennte die Brustschlagader. Zum Alter des Opfers wurden keine Angaben gemacht. Für den Prozess sind neun Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen. Sechs Verhandlungstage sind anberaumt; ein Urteil könnte demnach am 4. Juli fallen. (dpa/sab)