Löwen: Füchse Berlin mit 37:23 deklassiert – Jacobsen: „Bleibe bis 2019“

Die Rhein-Neckar Löwen haben die Tabellenspitze der Handball-Bundesliga eindrucksvoll zurückerobert und die Füchse Berlin im Topspiel phasenweise vorgeführt. Der deutsche Meister besiegte am Donnerstagabend den bisherigen Spitzenreiter überraschend deutlich mit 37:23 (18:9). Bester Werfer der überragenden Mannheimer war Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson mit zehn Treffern. Bei den enttäuschenden Berlinern überzeugte lediglich Nationalspieler Fabian Wiede, der sieben Tore erzielte. Die Füchse rutschten nach ihrer dritten Saisonpleite auf den zweiten Rang ab. „Es ist manchmal so, dass einer Mannschaft alles gelingt und der anderen gar nichts. Genauso war es heute“, sagte Löwen-Kapitän Andy Schmid.

Die Löwen zeigten den erschreckend schwachen Gästen von Anfang an die Grenzen auf. Die Berliner bekamen ohne ihren gesperrten Spielmacher Petar Nenadic keinerlei Zugriff auf die Partie und lagen schon nach 20 Minuten mit sieben Toren in Rückstand. Die Löwen dagegen präsentierten sich in Titelform und bestraften die Fehler der Füchse gnadenlos. Deren Trainer Velimir Petkovic wirkte schon zur Halbzeit völlig ernüchtert. „Das ist frech“, warf er seiner Mannschaft während einer Ansprache vor.

Nikolaj Jacobsen hat nach der Partie indessen Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied von den Rhein-Neckar Löwen beendet. „Ich bleibe hier bis 2019, zu 100 Prozent“, sagte der Däne bei Sky. Der Coach des deutschen Handball-Meisters trainiert parallel die dänische Nationalmannschaft. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, wonach der 46-Jährige die Löwen aufgrund der Doppelbelastung schon im nächsten Sommer verlassen könnte, obwohl er noch einen Vertrag bis 2019 hat. Er habe aber sein Wort dem Verein und den Fans gegeben, versicherte er. „Und ich werde mein Wort nicht brechen.“ (dpa/wg)