Löwen: Nur zweiter Sieger im Kräftemessen mit Flensburg

Die Rhein-Neckar-Löwen haben beim ersten Schlagabtausch in der Handball-Bundesliga gegen Herausforderer SG Flensburg-Handewitt eine deutliche Niederlage kassiert. Der hoch überlegene Vizemeister aus dem Norden gewann am Samstag in Mannheim verdient mit 22:17 (13:7) bei den chancenlosen Badenern und verteidigte die Tabellenführung. Bester Werfer bei den verlustpunktfreien Gästen war Holger Glandorf mit sieben Toren. Für die Löwen, die am vierten Spieltag erstmals in dieser Saison verloren, traf vor 10 258 Zuschauern Harald Reinkind (vier) am häufigsten.

„Wenn man die Sch… am Arm hast, hat man die Sch… am Arm“, sagte Löwen-Spielmacher Andy Schmid im RNF-Interview. „Immer dann, wenn wir die Chance hatten, das Ergebnis zu verkürzen, folgte ein miserabler Pass“, so der restlos angefressene Schweizer. Überragender Spieler der Partie war der Flensburger Torwart Mattias Andersson. Der 38-jährige Schwede vereitelte reihenweise hochkarätige Chancen der Gastgeber und zeigte eine Weltklasseleistung. Mitte der ersten Halbzeit konnten die Gäste beim 5:11 erstmals auf sechs Tore davonziehen. Die Löwen wirkten dagegen nach der Pause noch unsicherer und leisteten sich weiter zu viele Fehler. Zwar ließ Flensburg-Handewitt nun phasenweise etwas die Konsequenz vermissen, der Sieg war jedoch nie gefährdet. Löwen-Rechtsaußen Patrick Groetzki: „Eine Vorentscheidung im Kampf um die deutsche Meisterschaft war das nicht. Allerdings war der Auftritt von Flensburg schon ein Ausrufezeichen!“

Die Höhepunkte der Partie sehen Sie am Montag im Sportreport. (wg/dpa)